Mit voller Kraft voraus: Tipps zum Kraulschwimmen – auch für Anfänger

Wer Schwimmen als Sport liebt und gerne schnell durchs Wasser gleitet, der kommt mit der Technik des Brustschwimmens schnell an seine Grenzen. Spätestens bei kleinen Wettkämpfen merkt man, dass man mit der Kraultechnik deutlich schneller und effizienter unterwegs ist. Neidisch und doch voll Bewunderung schielt man dann auf den Bahnnachbarn, der mit rhythmischen Zügen kraulend vorankommt und einen dabei auf der Strecke trotz aller Anstrengung noch überholt. Profis erzielen im Freistilschwimmen ihre höchsten Geschwindigkeiten ausschließlich mit dieser Technik – effektiv und trotzdem optisch elegant.

Auch wenn Kraulschwimmen für Anfänger anfangs herausfordernd wirkt, lässt sich die Technik mit den richtigen Übungen Schritt für Schritt erlernen. Hier erfährst du die Grundlagen zu Beinschlag, Armzug und Atemtechnik sowie hilfreiche Tipps für dein Kraultraining im WONNEMAR Bad Liebenwerda.

Kraulschwimmen lernen: Die Grundlagen

Beinschlag – Stabilität im Wasser

Die Beinarbeit beim Kraulen dient weniger dem Antrieb als vielmehr der Stabilisation des Körpers im Wasser. Eine tatsächliche Bedeutung hat die Beinarbeit nur bei kurzen Sprintdistanzen im Wettkampf.

Zum Üben ist es sinnvoll, ein Schwimmbrett zu nutzen. Auf diese Weise kann der Oberkörper entspannt aufliegen und alle Konzentration ist auf der richtigen Beinbewegung:

  • Der Oberkörper ruht entspannt auf dem Brett, der Fokus liegt auf den Beinen.
  • Die Füße bleiben maximal schulterbreit, die Bewegung und Kraft kommt aus der Hüfte.
  • Beine abwechselnd auf- und abschlagen (max. 30 cm).
  • Knie nur leicht anwinkeln, Fußgelenke gestreckt und leicht nach innen gedreht.

So findest du den richtigen Rhythmus für deine Kraultechnik, denn nach einiger Zeit wirst du feststellen, dass sich deine Atmung bereits dem Rhythmus der Beinarbeit angepasst hat und die Wasseroberfläche nicht mehr stark aufgewirbelt wird. Eine stabile Wasserlage ist somit gegeben.

Armarbeit – der Motor beim Kraulen

Im zweiten Schritt muss nun die Armarbeit geübt werden. Dabei kann ein sogenannter Pull-Buoy helfen – ein Auftriebskissen, das zwischen den Oberschenkeln eingeklemmt wird und damit die Konzentration auf den Armzug legt.

So gehst du vor:

  1. Einarmiges Üben
    • Strecke einen Arm gerade nach vorne aus.
    • Mit dem anderen Arm führst du den kompletten Kraulzug aus.
    • Dein Gesicht liegt dabei im Wasser, der Blick zeigt nach unten.
    • Zum Atmen drehst du den Kopf nur leicht zur Seite des arbeitenden Arms.
  2. Die Zugbewegung
    • Der Arm taucht mit der Hand flach ins Wasser ein – etwa zwei Handlängen vor dem Kopf.
    • Die Handfläche zeigt dabei leicht nach außen und unten.
    • Dann „greifst“ du das Wasser, als würdest du einen Ball nach hinten drücken.
    • Der Arm zieht unter Wasser dicht am Körper vorbei bis fast zur Hüfte.
  3. Die Rückführung über Wasser
    • Der Ellbogen bleibt hoch, die Hand schwingt locker über Wasser nach vorne.
    • Dort taucht sie wieder flach ins Wasser ein – und der nächste Zug beginnt.
  4. Seitenwechsel
    • Nach etwa fünf Zügen wechselst du die Seite: Der gestreckte Arm arbeitet jetzt, der andere bleibt vorne ausgestreckt.

Wenn du beide Seiten beherrschst, kannst du beginnen, die Züge abwechselnd einzusetzen und so den typischen flüssigen Rhythmus des Kraulschwimmens aufzubauen.

Technik verbessern: Die Daumen-Achsel-Übung

Wer die Grundlagen beherrscht, kann mit der Daumen-Achsel-Übung seine Technik optimieren. So wird der stilistische Fehler, den Ellbogen beim Zug über Wasser nicht genügend abzuwinkeln, wettgemacht. Dabei streift der Daumen bei jedem Armzug die Achselhöhle – so wird der Ellbogen automatisch hochgeführt. Diese Übung dient nicht der Schnelligkeit, sondern der sauberen Kraultechnik und richtigen Armhaltung.

Atemtechnik beim Kraulen – gleichmäßig und rhythmisch

Das Kraulen erfordert einiges an Kraft und so muss der Schwimmer möglichst gleichmäßig und tief atmen. Die Seitenatmung ergibt bei dieser Technik am meisten Sinn, jedoch gibt es verschiedene Varianten – je nach Können und Ausdauer.

  • Seitenatmung: Kopf seitlich drehen, Mund über der Wasseroberfläche, der Körper rotiert im Schulterbereich leicht mit. Unter Wasser wird vollständig ausgeatmet, auf der anderen Seite wird wieder eingeatmet.
  • Zweierzug: Die Atmung erfolgt alle zwei Armzüge, immer zur gleichen Seite. Eine optimale Luftzufuhr ist somit gewährleistet. Wer diese Technik wählt, sollte die Seiten allerdings gleichmäßig wechseln, um Fehlstellungen zu vermeiden
  • Dreierzug: Atmung nach jedem dritten Armzug, abwechselnd rechts und links. Dies sorgt für eine gleichmäßige Belastung beider Körperhälften und eignet sich besonders für längere Distanzen.

Mit der richtigen Atemtechnik kannst du deine Ausdauer beim Kraulschwimmen deutlich steigern.

Kraulschwimmen im WONNEMAR Bad Liebenwerda

Ob Anfänger oder Fortgeschrittener – im WONNEMAR Bad Liebenwerda kannst du deine Kraultechnik üben und verfeinern. In unserem 25-Meter-Becken findest du ideale Trainingsbedingungen für jede Schwimmtechnik.

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